Schweden: Rechtspopulisten vor Regierungsbeteiligung? 10.04.2026

Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson hat angekündigt, dass die drei Regierungsparteien und die rechtspopulistischen Schwedendemokraten eine Regierungskoalition bilden sollen, wobei er selbst die Führung übernehmen will. Diese Entwicklung markiert die endgültige Normalisierung der Schwedendemokraten, die einst als rechtsextrem und antisemitisch galten und nun, nach ihrem Einzug in den Reichstag 2010 und ihrer Position als zweitstärkste Kraft 2022, die stärkste parlamentarische Kraft im Tidö-Bündnis bilden und die Migrationspolitik maßgeblich beeinflussen. Die Partei fordert eine weitere Verschärfung des bereits restriktiven Migrationskurses. Obwohl die Koalitionspartner zurückhaltend sind, signalisieren sie Zustimmung, während die Schwedendemokraten auf das Amt des Ministerpräsidenten verzichten, um die Regierungsbeteiligung zu sichern.














