Aufgrund einer massiven Überproduktion von Schweinefleisch in der Schweiz sehen sich Schweinezüchter gezwungen, Tausende von Ferkeln notfallmässig zur Schlachtung nach Süddeutschland zu exportieren. Seit Anfang Juni werden wöchentlich rund 900 Ferkel für eine bis zu zehnstündige Reise zum Schlachthof Beck in Neu-Kupfer geschickt, um zu verhindern, dass die Ställe überfüllt werden und es zu Tierschutzverstössen kommt, wie es bereits 2022 der Fall war. Diese Notfallaktion, die voraussichtlich bis Ende November andauern könnte und potenziell bis zu 22'600 Tiere umfasst, wird von den Züchtern mitfinanziert, die erhebliche Verluste erleiden. Trotz der behördlichen Genehmigung der Transporte und Zusicherungen bezüglich des Tierschutzes sind die Produzenten unzufrieden mit den niedrigen Preisen und dem fehlenden Geschäft, was den Verband zu einer sofortigen Einberufung eines runden Tisches mit allen Akteuren der Branche veranlasst.