In der Schweiz wurden neue Wachstumskurven für Kinder entwickelt, die auf Daten von über 43.000 Kindern basieren und die bisherigen WHO-Kurven ersetzen. Pädiater Urs Eiholzer vom PEZZ in Zürich kritisierte die WHO-Kurven, da sie nicht die Realität der Schweizer Kinder widerspiegelten und die statistische Grundlage mit nur 274 Kindern aus den 1950er bis 1970er Jahren zu gering war. Die Erhebung der neuen Daten, an der über 100 Kinderärzte und viele Schulen beteiligt waren, fand von 2016 an statt und gilt als eine der dichtesten Wachstumsstudien weltweit. Die Ergebnisse zeigen, dass Schweizer Kinder heute schneller wachsen, aber ihre Endgrösse weitgehend stabil geblieben ist, und die WHO-Kurven Grösse und Übergewicht tendenziell unterschätzten.