10-Millionen-SchweizZüge, Strasse, Wohnraum: So viel dichter ist die Schweiz geworden 26.05.2026

Die Schweiz wird dichter, was sich in verschiedenen Bereichen manifestiert, wie eine Datenanalyse zeigt. Die Staustunden auf dem Nationalstrassennetz stiegen 2024 auf über 55.000, obwohl Methodenänderungen und Netzwerkerweiterungen die Vergleichbarkeit erschweren; seit 2000 haben sich die Staustunden laut Astra versiebenfacht. Im öffentlichen Verkehr nimmt die Passagierzahl seit Jahren zu, begleitet von einem Ausbau des Angebots, was zu stark ausgelasteten Zügen zu Spitzenzeiten führt, während die durchschnittliche Sitzplatzbelegung moderat bleibt. Der Wohnungsmarkt ist angespannt, die Leerwohnungsziffer erreichte 2025 mit 1,0 Prozent einen Tiefststand, gleichzeitig stieg die durchschnittliche Wohnfläche pro Person. Diese Entwicklungen stehen im Kontext der SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz», über die am 14. Juni abgestimmt wird. Mobilitätsforscher nennen vier Haupttreiber für die zunehmende Auslastung: günstigere Autonutzung, fehlende Lenkungsmittel, mehr Freizeitverkehr und die Suche nach bezahlbarem Wohnraum, die zu längeren Arbeitswegen führt.














