Schweiz prüft europäische Alternativen zu Patriot-System 09.06.2026

Die Schweiz erwägt angesichts erheblicher Lieferverzögerungen beim US-Luftabwehrsystem Patriot europäische Alternativen. Die Schweiz hat bereits 2,3 Milliarden Franken für fünf Patriot-Systeme bezahlt, deren Lieferung von Raytheon von 2027/28 auf frühestens 2032 verschoben wurde, was zu Unmut in Bern führt. Sicherheitsstaatssekretär Markus Mäder betonte gegenüber der "Financial Times" die Notwendigkeit europäischer Interoperabilität und prüft nun das französisch-italienische SAMP/T NG-System. Diese Neubewertung, zusammen mit Problemen beim F-35-Kampfjet-Deal, deutet auf eine Verschiebung der Schweizer Beschaffungsstrategie hin, weg von einer reinen Abhängigkeit von den USA hin zu einer stärkeren Integration in europäische Verteidigungsstrukturen, trotz Festhaltens an der transatlantischen Partnerschaft.














