Schweiz und Migrationsbremse: Historiker Thomas Maissen erklärt die Debatte 09.06.2026

Der Historiker Thomas Maissen erklärt die Debatte um die Migrationsbremse in der Schweiz. Er sieht historische Parallelen zu früheren Zeiten mit hoher Ausländerquote und xenophoben Reaktionen. Maissen argumentiert, dass die Initiative, die eine Obergrenze für die Bevölkerung vorsieht, zwar als "Luxusproblem" bezeichnet werden kann, aber die Frage nach den Grenzen des Wachstums aufgreift und auch bei Linken Anklang findet. Er hebt hervor, dass die Wirtschaft insgesamt von der Zuwanderung profitiert, diese jedoch bei vielen Schweizern, die unter Wohnungsknappheit und Staus leiden, zu dem Eindruck führt, die Vorteile kämen primär den Ausländern zugute. Die SVP nutze diese Unzufriedenheit erfolgreich für ihren Anti-Migrations- und Anti-EU-Kurs. Maissen kritisiert, dass die Schweiz ihre Abhängigkeit vom EU-Binnenmarkt und anderen internationalen Faktoren unterschätze und die Vorteile ihrer Integration nicht anerkenne, während sie gleichzeitig auf ihrem Souveränitätsanspruch bestehe.














