Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz 22'957 Urteile gegen Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren ausgesprochen. Während Gewalt- und Vermögensdelikte stabil blieben, stiegen die Verurteilungen wegen Verkehrsdelikten zwischen 2020 und 2025 massiv um 83 Prozent an. Kriminologe Dirk Baier führt dies auf eine höhere Mobilität durch Elektrofahrzeuge, das Ende der Corona-Pandemie, eine gestiegene Bevölkerungszahl sowie intensivere Polizeikontrollen zurück. Gleichzeitig sanken die Urteile wegen Betäubungsmittelverstössen um 63 Prozent. Ein signifikanter Anstieg bei unbedingten Freiheitsentzugen von 258 auf 524 Personen betrifft primär ausländische Jugendliche ohne B- oder C-Ausweis, was Baier auf international agierende Kriminalität zurückführt. Trotz dieser Verschiebungen betont Baier, dass die Jugend insgesamt friedlicher wird und die Kriminalität kein zunehmendes gesellschaftliches Problem darstellt, da die Gesamtzahl der Straftaten im Strafgesetzbuch nahezu konstant blieb.