Der «Stern von Laufenburg», ein strategisch wichtiger Knotenpunkt im europäischen Stromnetz nahe der deutschen Grenze, könnte im Falle eines russischen Angriffs kaum wirksam verteidigt werden. Die Schweiz verfügt derzeit über veraltete Luftabwehrsysteme mit kurzer Reichweite, die gegen moderne Bedrohungen wie Drohnen, Marschflugkörper oder Kampfjets mit Lenkwaffen unzureichend sind. Obwohl die Armee plant, neue Systeme wie Skynex für die Nahbereichsverteidigung und IRIS-T-SLM für mittlere Distanzen zu beschaffen, sind diese frühestens ab 2028 bzw. 2030 einsatzbereit. Langstreckenraketen stellen eine noch grössere Herausforderung dar, da die Beschaffung von Patriot-Systemen sich erheblich verzögert und deren Abbruch erwogen wird. Angesichts einer zunehmenden hybriden Kriegsführung durch Cyberangriffe und Sabotageakte sind kritische Infrastrukturen bis zur vollen Einsatzbereitschaft der neuen Waffensysteme grösstenteils schutzlos.