Südafrika Proteste gegen Migranten - Präsident verurteilt Gewalt 09.06.2026

In Südafrika haben Ende April Protestmärsche gegen illegale Einwanderer begonnen, die von Demonstranten für hohe Arbeitslosigkeit und Kriminalität verantwortlich gemacht werden. Die zunächst friedlichen Kundgebungen, die in Städten wie East London, Johannesburg, Durban und Pretoria stattfanden, eskalierten zu gewalttätigen Angriffen auf Migranten und deren Geschäfte. Präsident Cyril Ramaphosa verurteilte die Gewalt und Selbstjustiz, betonte aber, dass der Staat für die Durchsetzung von Einwanderungsgesetzen zuständig sei. Er kündigte eine Verschärfung der Einwanderungsgesetze an, einschließlich strengerer Grenzkontrollen und der Einrichtung von Einwanderungsgerichten. Migrationskritische Bewegungen wie "Organisation Dudula" weisen Vorwürfe der Fremdenfeindlichkeit zurück und kritisieren die Lösungsansätze des Präsidenten als unpraktisch. Die politische Opposition kritisiert, dass die Maßnahmen nicht weit genug gingen und die Regierung von ihrem eigenen Versagen ablenke. Internationaler Druck wächst, und einige afrikanische Länder evakuieren ihre Staatsbürger.














