Der Tierschutzbund Zürich hat mit verdeckten Aufnahmen in 16 Feedlots in Uruguay und Argentinien alarmierende Zustände dokumentiert. Die Rinder stehen bei hohen Temperaturen in der prallen Sonne ohne Schattenplätze, nach Regenfällen knietief im Fäkalschlamm. Die Tiere erhalten zudem Kraftfutter mit einem Anteil von oft 70 Prozent oder mehr, was aus tiermedizinischer Sicht problematisch ist, da es zu Entzündungen und Abszessen führen kann. Veterinärin Judith Peter-Egli betont, dass Rinder für eine gesunde Verdauung faserreiches Futter zum Wiederkäuen benötigen. Die dokumentierten Zustände lägen weit unter den Schweizer und europäischen Tierschutzstandards.