Südkaukasus:Bombenalarm und Festnahmen während der Parlamentswahl in Armenien 07.06.2026

Armenien, ein Land im Südkaukasus, hält Parlamentswahlen ab, die von Spannungen mit Russland und internen politischen Auseinandersetzungen überschattet werden. Premierminister Nikol Paschinjan strebt eine EU-Annäherung an, während die prorussische Opposition dies verhindern will. Die Wahlen sind von Festnahmen prorussischer Oppositioneller, Bombendrohungen und gegenseitigen Anschuldigungen geprägt. Über 100 Anhänger der Partei "Starkes Armenien" wurden laut deren Chef Samwel Karapetjan festgenommen, unter anderem wegen des Vorwurfs des Stimmenkaufs. Die Polizei untersuchte anonyme Bombenalarme, die sich als falsch herausstellten. Die Wahlbeteiligung bis 15 Uhr MESZ lag bei knapp 49 Prozent und deutete auf eine höhere Beteiligung als 2021 hin. Die Bedeutung des Urnengangs liegt in der richtungsweisenden Entscheidung für die Zukunft des Landes, insbesondere im Hinblick auf die Beziehungen zu Russland und die Annäherung an den Westen nach dem Konflikt um Berg-Karabach.















