Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat 2025 in der Schweiz über 38.500 Unternehmen und 147.000 Personen kontrolliert, um Lohndumping und Schwarzarbeit zu bekämpfen. Bei fast einem Viertel der entsandten Betriebe in Branchen mit Gesamtarbeitsvertrag wurde Lohndumping festgestellt, mit einer Verstossquote von 24 Prozent. Kantonal wurden Lohnunterbietungen in 21 Prozent der entsendenden und 10 Prozent der Schweizer Unternehmen registriert. Die Zahl der Verdachtsfälle von Schwarzarbeit ging leicht zurück auf 14.147, was 35 Prozent Sozialversicherungsrecht, 33 Prozent Ausländerrecht und 32 Prozent Quellensteuer betraf. Trotz sinkender Verdachtsfälle stieg die Zahl der bestätigten Sanktionen um 9 Prozent auf 3.493, und die Einnahmen aus Gebühren und Bussen sanken um 3 Prozent auf 1,17 Millionen Franken. Gewerkschaften wie Travailsuisse und der SGB betonen die Wichtigkeit der Kontrollen, kritisieren jedoch teilweise deren unzureichende Umsetzung durch die Kantone.