Seeminen, Spritschock, Übernahmefantasien: Der Kampf um die Straße von Hormus 10.03.2026

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat in einem Interview über die Auswirkungen des Krieges im Iran auf die Arzneimittelversorgung gesprochen und dabei die Straße von Hormus mit dem Suezkanal verwechselt. Sie erklärte, dass eine Blockade der Straße von Hormus zu längeren Lieferwegen um Afrika und damit zu Verzögerungen und Preiserhöhungen bei Medikamenten führen könne, da Schiffe mit Ladungen aus Indien und China diese Route nutzten. Tatsächlich ist die Straße von Hormus primär eine Route für Öl und Gas aus den Golfstaaten, während der Suezkanal, insbesondere die Meerenge Bab al-Mandab im Jemen, von den mit dem Iran verbündeten Huthi angegriffen wird, was Reedereien dazu veranlasst, Afrika zu umfahren. Das Bundesgesundheitsministerium erklärte, dass die Handelsrouten nicht unterbrochen, sondern lediglich verlängert würden, was besonders Generika betreffe. Die deutsche Pharmabranche sieht derzeit keine akute Gefährdung der Arzneimittelversorgung, da die Logistik seit der Corona-Pandemie krisenfester gestaltet wurde.














