Ski-Paradies erlebt beispiellosen Touristen-Ansturm: Bürgermeister zieht Reißleine, Hotelier sauer 19.03.2026

Das Skigebiet Hakuba in der japanischen Präfektur Nagano verzeichnet seit der Wiedereröffnung der Grenzen nach der Corona-Pandemie einen beispiellosen Touristenansturm, der im Jahr 2025 rund 2,9 Millionen Besucher anzog, mehr als doppelt so viele wie 2021. Angesichts zunehmender Beschwerden über laute und betrunkene Touristen führt Bürgermeister Toshiro Maruyama ab dem 1. Juli 2026 Bußgelder von bis zu 50.000 Yen (ca. 315 Euro) für nächtliches Lärmen, Alkoholkonsum auf der Straße und Feuerwerk ein. Maruyama räumt ein, dass der Begriff "Overtourism" schwer zu fassen sei, betont aber, dass die internationalen Gäste die Preise in die Höhe treiben und traditionelle Gasthäuser unter Druck setzen, und äußert die Meinung, dass eine Abschreckung internationaler Touristen keine schlechte Sache sei. Dem widerspricht Marcus Bauder, CEO der Hakuba Hospitality Group, der die Debatte für übertrieben hält und betont, dass Hakuba weit von Overtourism entfernt sei und der Tourismus größtenteils außerhalb der Spitzenzeiten gering sei. Japan verzeichnete 2025 einen Rekord von 42,7 Millionen ausländischen Besuchern, die 9,5 Billionen Yen in die Wirtschaft einbrachten, was teilweise auf den schwachen Yen zurückzuführen ist.














