Slowenisch vor Gericht bleibt – Volksgruppe kritisiert Regelung 19.06.2026

Die geplante Neuregelung der Bezirksgerichte in Österreich, die eine Schließung von 13 Standorten vorsieht, hat auch Auswirkungen auf die slowenische Minderheit in Kärnten. Angesichts des Ruhestands eines slowenischsprachigen Richters werden die Gerichte in Bleiburg und Bad Eisenkappel mit Völkermarkt sowie Ferlach mit Klagenfurt zusammengelegt. Zukünftig sollen Gerichtstage an den ursprünglichen Orten für die slowenischsprachige Bevölkerung stattfinden, und bei gleicher Qualifikation sollen slowenischsprachige Bewerber bei Richterpostenausschreibungen bevorzugt werden. Kritiker aus der slowenischen Volksgruppe bemängeln jedoch Unklarheiten und Ungleichheiten, insbesondere die Ungleichbehandlung von Gemeinden mit ähnlichem Zweisprachigkeitsstatus und die mangelnde Anbindung von slowenischsprachigen Kärntnern in der Landeshauptstadt Klagenfurt. Geplant ist zudem die Einrichtung eines Volksgruppen-Forums zur Verbesserung des Dialogs.














