Sozialforscher Andreas HerteuxWarum die Kürzungsdebatte Deutschlands Wachstum nicht rettet 09.02.2026

Sozialforscher Andreas Herteux kritisiert die aktuelle Debatte in Deutschland, die sich auf die Forderung nach mehr Arbeitszeit und Kürzungen im Sozialstaat konzentriert, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Er argumentiert, dass diese Ansätze, wie die von Markus Söder vorgeschlagene zusätzliche Arbeitsstunde pro Woche oder die Abschaffung des telefonischen Krankscheins, die eigentlichen Probleme Deutschlands übersehen. Herteux betont, dass Deutschlands Kernproblem nicht zu wenig Arbeit, sondern eine stagnierende Produktivitätsdynamik seit 2017 ist, verschärft durch einen Investitionsstau von über 215 Milliarden Euro und mangelnde internationale Wettbewerbsfähigkeit. Statt auf reine Arbeitsverdichtung setzt er sich für Innovation, Investitionen und eine aktivere Rolle des Staates als Investor ein, ähnlich wie in Norwegen oder Singapur, um langfristiges Wachstum und Wohlstand zu sichern.














