Spannungen zwischen Äthiopien und Eritrea Die Sorge vor einem neuen Krieg am Horn von Afrika 05.04.2026

Der äthiopische Premierminister Abiy Ahmed schürt seit Monaten die Spannungen mit dem Nachbarland Eritrea und demonstriert militärische Stärke, um einen Krieg vorzubereiten. Sein Ziel ist es, Äthiopien, dem bevölkerungsreichsten Binnenland der Welt, Zugang zum Roten Meer zu verschaffen, was die Regierung in Asmara als Bedrohung für ihre Souveränität ansieht und ebenfalls zur Mobilisierung veranlasst. Die beiden Länder, die bis 1993 vereint waren und danach jahrzehntelang verfeindet waren, hatten 2018 eine Normalisierung ihrer Beziehungen begonnen, die nun durch die neuen Ambitionen Äthiopiens gefährdet ist. Journalistin Tsedale Lemma warnt vor einem Stellvertreterkrieg, in den auch Sudan, Ägypten, Somalia und die Vereinigten Arabischen Emirate involviert sein könnten, während in der äthiopischen Region Tigray, die erst vor weniger als vier Jahren Krieg mit Unterstützung Eritreas erlebte und immer noch 800.000 Vertriebene zählt, die Angst vor einer neuen Eskalation wächst.













