Die SPD widerspricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bezüglich der Schuldenbremse und fordert eine umfassende Reform statt nur technischer Anpassungen. Haushaltspolitiker der SPD, wie Thorsten Rudolph, argumentieren, dass eine falsch konstruierte Schuldenbremse das Land über Jahrzehnte hinweg durch Sparmaßnahmen schädige und eine Reparatur durch neue Schulden erfordere. Sie betonen die Notwendigkeit eines "Investitionsboosters" zur Instandhaltung der öffentlichen Infrastruktur, einschließlich Schienen, Straßen, Schulen und Energienetzen, sowie zur Finanzierung von Klimaschutz, Sicherheit und Verteidigung, um den Wirtschaftsstandort zu stärken. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf bekräftigt, dass die Reform im Koalitionsvertrag vereinbart sei und die Union dazu stehen müsse, da ein erneuter Investitionsstillstand schwer verkraftbar wäre. Merz hingegen lehnt weitere Verschuldung ab und sieht die Schuldentragfähigkeit als erreicht an.