Spionageverdacht gegen Orbáns Regierung: Ungarn soll Moskau jahrelang über sensible EU-Beratungen informiert haben 23.03.2026

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat eine Untersuchung wegen des mutmaßlichen Abhörens seines Außenministers Péter Szijjártó angeordnet, nachdem die „Washington Post“ berichtete, Szijjártó habe jahrelang vertrauliche EU-Beratungen an seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow weitergegeben. Szijjártó wies die Vorwürfe als Falschmeldung zurück, während die EU-Kommission die Berichte als „äußerst besorgniserregend“ bezeichnete und Erklärungen von Ungarn forderte. Ein ungarisches Nachrichtenportal veröffentlichte zudem eine Tonaufnahme, in der ein Journalist angibt, Szijjártós Telefonnummern an eine staatliche Stelle eines EU-Landes weitergegeben zu haben, um über die Informationsweitergabe an Russland zu recherchieren. Die Affäre belastet Orbáns Regierung kurz vor der Parlamentswahl am 12. April, bei der er laut Umfragen hinter der Oppositionspartei Tisza liegt.













