Angesichts steigender Kraftstoffpreise infolge des Krieges gegen den Iran fordern Verbraucher, Unternehmen und Landwirte staatliche Eingriffe zur Entlastung. Eine Forsa-Umfrage zeigt, dass 77 Prozent der Deutschen ein Handeln der Bundesregierung befürworten, woraufhin eine Arbeitsgruppe eingesetzt wurde. Diskutiert werden verschiedene Maßnahmen: ein erneuter Tankrabatt, der bereits 2022 angewendet wurde und umstritten war, da er nicht nur Verbraucher, sondern auch Mineralölkonzerne begünstigte. Eine weitere Forderung ist die Einschaltung des Bundeskartellamts zur Prüfung mutmaßlicher "Abzocke" durch Mineralölkonzerne, obwohl bisher keine Hinweise auf kartellrechtswidriges Verhalten vorliegen. Auch die Abschöpfung von Übergewinnen der Ölkonzerne, ähnlich dem EU-Energiekrisenbeitrag, wird erwogen, ebenso wie die Freigabe nationaler Öl- und Kraftstoffreserven, deren Einsatz jedoch an strenge Notlagenbedingungen geknüpft ist und in der Vergangenheit keinen spürbaren Einfluss auf die Spritpreise hatte.