Österreichs Politik betreibt fahrlässige Krida 17.06.2026

Die Warnungen des Fiskalrats und der Nationalbank vor einer historischen Zunahme der Staatsverschuldung in Österreich sind eindeutig. Laut Berechnungen wird das Defizit auch 2028 noch bei knapp vier Prozent liegen, da die beschlossene Konsolidierung zu gering ausfällt und die Ausgaben mehr als doppelt so stark steigen wie die Wirtschaftsleistung. Dies wird dazu führen, dass der bisherige Höchststand der Staatsverschuldung noch vor Ende des Jahrzehnts übertroffen wird. Verdeckt durch die Nullzinspolitik der EZB, werden nun die Zinskosten wieder zu einem massiven Problem, mit erwarteten jährlichen Zahlungen von bis zu 20 Milliarden Euro Mitte des nächsten Jahrzehnts. Um eine drohende Überlastung durch Demografie, Schulden und Zinsen zu verhindern, sind strukturelle Reformen bei Pensionen, Gesundheit und Föderalismus dringend notwendig, die die Politik jedoch aufgrund von Widerständen scheut.














