Stocker bekräftigt Forderung nach kleinerem EU-Budgetvolumen 18.06.2026

Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker bekräftigte bei einem EU-Gipfel in Brüssel die Forderung seines Landes nach einem deutlich kleineren EU-Mehrjahresbudget für 2028-2034, das bei rund einem Prozent der Wirtschaftsleistung liegen solle. Er kritisierte die Vorschläge der EU-Kommission und der zyprischen Ratspräsidentschaft als zu hoch und betonte die Notwendigkeit, effizienter mit Geld umzugehen und Prioritäten zu setzen, anstatt nur über die Höhe des Budgets zu verhandeln. Stocker drängte auf einen Rabatt für Nettozahler wie Österreich, Deutschland, die Niederlande, Schweden, Finnland und Dänemark, die 62 Prozent des EU-Budgets tragen. Er unterstrich zudem, dass EU-Mittel für Regionen und Landwirtschaft weiterhin vorgesehen sein sollten und betonte die Notwendigkeit einer fairen Lastenverteilung, insbesondere im Hinblick auf die Unterstützung der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland. Die Eröffnung von EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine wurde als historischer Schritt gewürdigt, jedoch betonte Stocker, dass ein Land im Krieg nicht Mitglied werden könne und die Ukraine einen langen Weg vor sich habe.














