Streit um das Ehegattensplitting: Familien entlasten, Arbeit lohnender machen – und trotzdem mauert die Union 03.06.2026

Über zwei Dutzend Wirtschaftsforscher schlagen eine Reform des Ehegattensplittings vor, um Familien mit Kindern gezielt zu entlasten und Arbeitsanreize zu verbessern. Kern der Initiative ist die Einführung eines begrenzten Realsplittings, bei dem der steuerlich absetzbare Betrag für den Partner auf maximal 13.805 Euro gedeckelt wird. Diese Neuausrichtung würde laut Berechnungen des Ifo-Instituts kinderlose Paare mit hohem Einkommensunterschied um durchschnittlich 316 Euro stärker belasten, während Familien mit Kindern um 585 Euro und Alleinerziehende um 417 Euro pro Jahr entlastet würden. Zudem wird erwartet, dass die Reform zur Schaffung von 49.000 zusätzlichen Vollzeitstellen führt. Die Union lehnt diesen Vorschlag jedoch ab, da sie darin einen Angriff auf die Ehe sieht und auf die Notwendigkeit von mehr Betreuungsplätzen verweist, während internationale Organisationen wie der IWF und die EU-Kommission die Neugestaltung des Ehegattensplittings zur Förderung von Mehrarbeit empfehlen.

















