Streit um DFB-Elf und Nationalismus: WM-Spiel sorgt auf Linken-Parteitag für Debatte 21.06.2026

Der Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste bei der WM 2026 sorgte auf dem Linken-Parteitag in Potsdam für Diskussionen. Die DFB-Elf um Deniz Undav erreichte durch einen Doppelpack erstmals seit zwölf Jahren die K.o.-Runde einer Weltmeisterschaft. Während der dreitägigen Parteiveranstaltung wurde das Spiel im Rahmen einer Aftershow-Party übertragen, was parteiinternen Streit auslöste. Ein namentlich nicht genannter Delegierter beantragte per Dringlichkeitsantrag, die Übertragung kritisch einzuordnen, mit der Begründung: „Ich hasse die FIFA und Infantino ist ein Faschist.“ Die Linken-Führung lehnte den Antrag geschlossen ab, und Bundesgeschäftsführer Jannis Ehling bezeichnete ihn als „Kleinkram“. Bereits im Vorfeld hatte ein Flyer mit den Regeln „Keine Fahnen, kein Nationalismus, kein Stress!“ auf die heikle Situation vorbereitet. Parteichefin Ines Schwerdtner, die mit 85,7 Prozent im Amt bestätigt wurde, äußerte sich auf einer Pressekonferenz ambivalent: „Die FIFA ist ein Drecksverein, aber Fußball ist natürlich toll.“ Neben der Fußball-Debatte stand auch die knappe Wahl des neuen Vorsitzenden Luigi Pantisano im Fokus, der nur 53,3 Prozent Zustimmung erhielt. Er hatte zuvor die CDU als faschistisch bezeichnet und Bundeskanzler Friedrich Merz attackiert, was bei vielen Delegierten auf Kritik stieß.















