Im Lungernsee sorgt das Fischerparadies für erheblichen Unmut, da die Betriebszentrale und die Parkplätze rechtswidrig in der Landwirtschaftszone liegen. Trotz der Ablehnung einer geplanten Sonderzone durch den Bund im Mai tolerieren die Behörden diesen Zustand bereits seit 15 Jahren. Ein zentraler Kritikpunkt ist der Interessenkonflikt, da die Gemeinde Lungern die Hauptaktionärin des Betriebs ist und somit eigentlich gegen die zonenfremden Bauten vorgehen müsste. Zudem gibt es ökologische Bedenken bezüglich des jährlichen Einsatzes von 30'000 Kilogramm Regenbogenforellen in einem geschützten Amphibienlaichgebiet. Während der Kanton Obwalden die Duldung mit der Verhältnismässigkeit und der wirtschaftlichen Bedeutung von rund einer Million Franken Umsatz begründet, bleibt die rechtliche Lage der Parkplätze nach dem Scheitern der Umzonung höchst angespannt. Die Gemeinde verweist lediglich auf laufende Verfahren.