Streit um Wörthersee: Minister spricht Machtwort 18.06.2026

Bundesumweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) lehnt die Forderung der Kärntner Wirtschaftskammer ab, den Wörthersee im Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan rechtlich neu einzustufen. Die Kammer will den See als "erheblich veränderten Wasserkörper" deklarieren lassen, was niedrigere ökologische Bewertungskriterien bedeuten würde. Begründet wird dies mit Ringkanalisation, Uferverbauungen, Schifffahrt und touristischer Nutzung. Totschnig argumentiert, dass das Ziel des Plans der Schutz und Erhalt des ökologischen Zustands sei und eine Balance zwischen Wirtschaft und Ökologie gefunden werden müsse, unter anderem im Rahmen des "Seendialogs". Die Wirtschaftskammer befürchtet wirtschaftliche Nachteile durch einen geplanten Maßnahmenplan zur Verbesserung des ökologischen Zustands, der unter anderem Rückbau von Verbauungen und Neuregelungen beim Motorbootverkehr vorsieht.














