Eine Studie der Universität Zürich zeigt, dass jeder fünfte Mann in der Schweiz ein problematisches Männlichkeitsbild hat, bei jungen Männern zwischen 18 und 24 Jahren ist es sogar jeder dritte. Markus Theunert, Leiter bei männer.ch und Co-Autor der Studie, erklärt, dass diese restriktiv-dominanten Männlichkeitseinstellungen Gewalt begünstigen, Gesundheit gefährden und Gleichstellung behindern. Die Ergebnisse, insbesondere die höheren Werte in der Deutschschweiz im Vergleich zur Westschweiz und dem Tessin, überraschten die Forscher. Theunert vermutet einen Zusammenhang mit der häufigeren Nutzung der digitalen "Manosphere" durch junge Männer in der Deutschschweiz, wo frauenfeindliche Ideologien verbreitet werden. Schulen und Eltern werden als wichtige Sozialisationsinstanzen genannt, jedoch betont Theunert, dass die Verantwortung für die Überwindung schädlicher Männlichkeitsnormen bei der gesamten Gesellschaft liege.