Eine neue Studie, der Nationale Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (Nadira), belegt, dass Rassismus und Diskriminierung in Deutschland tief verwurzelt sind. Fast die Hälfte der Bevölkerung glaubt, dass bestimmte Gruppen von Natur aus fleißiger seien, und 36 Prozent halten verschiedene menschliche Rassen für existent. Diese biologistisch begründeten Vorstellungen sind wissenschaftlich widerlegt, werden aber oft unter Verwendung von Begriffen wie "Kulturen" oder "Gruppen" fortgeführt. Insbesondere "rassistisch markierte Personen" wie Schwarze und Muslime erleben häufig Beleidigungen und subtilere Formen der Diskriminierung, was zu einem Vertrauensverlust in staatliche Institutionen führt. Die Antidiskriminierungsbeauftragte Ferda Ataman fordert politische Konsequenzen, darunter eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und flächendeckende Hilfsangebote.