Neue Studie Viele Gewalttaten werden nicht angezeigt 10.02.2026

Eine neue Studie, beauftragt vom Bundesfamilienministerium, Bundesinnenministerium und Bundeskriminalamt, beleuchtet die hohe Dunkelziffer von Gewalttaten in Deutschland. Über zwei Jahre wurden mehr als 15.000 Menschen befragt, wobei nur ein Bruchteil der Fälle, meist unter fünf Prozent, zur Anzeige gebracht wird. Die Ergebnisse zeigen, dass Gewalt, insbesondere partnerschaftliche und sexualisierte Gewalt, weit verbreitet ist und Millionen Menschen betrifft. Fast die Hälfte aller Frauen und 40 Prozent der Männer erleben psychische Gewalt, während 18 Prozent der Frauen und 14 Prozent der Männer körperliche Gewalt erfahren, wobei Frauen von schwereren Verletzungen berichten. Die Studie deckt auch Polyviktimisierung und erhöhte Betroffenheit bei queeren Personen und Menschen mit Migrationshintergrund auf, insbesondere bei digitaler Gewalt. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt kündigte Maßnahmen zur Unterstützung von Opfern an, wie eine "Tarn-App" und härtere Strafen.













