Im Kanton St. Gallen startet diesen Herbst eine breit angelegte Cannabisstudie mit rund 5000 Teilnehmenden, die über fünf Jahre läuft. In einer Schweizer Premiere wird untersucht, ob der Postversand von Cannabis die Attraktivität des Schwarzmarktes verringert, insbesondere in ländlichen Regionen und Agglomerationen. Von 75 Gemeinden nehmen 43 teil. Ein Drittel der Probanden kann das Cannabis per Post oder vor Ort beziehen, ein weiteres Drittel nur in Apotheken oder Centern, während eine Kontrollgruppe weiterhin den Schwarzmarkt nutzt. Ein verpflichtendes Beratungsgespräch, das auch online erfolgen kann, ist Voraussetzung. Die Produkte werden über Apotheken in Sargans, Buchs und Rorschach sowie Center in Wil und Rapperswil verteilt. Begleitet wird das Projekt von der Universität Zürich und dem KOF-Institut der ETH Zürich als einer von insgesamt acht bewilligten Pilotversuchen des Bundesamts für Gesundheit.