Studie zur "Zombie-Hirsch-Krankheit": Prionen finden Weg ins Primatenhirn 02.06.2026

Eine neue Studie in "Science Advances" deutet darauf hin, dass Prionen der "Zombie-Hirsch-Krankheit" (CWD) das Gehirn von Primaten, die als Modell für den Menschen dienen, erreichen und dort Veränderungen verursachen können. Forscher verwendeten Javaner-Makaken, denen sie infiziertes Hirschgewebe oder die Erreger direkt verabreichten. Obwohl die meisten Affen keine offensichtlichen Krankheitsanzeichen zeigten, entwickelten einige Symptome wie Gewichtsverlust und Koordinationsstörungen. Nach dem Einschläfern der Tiere konnten geringe Mengen krankhafter Prionen im Nervengewebe nachgewiesen werden. Die Übertragung von Gewebeproben auf empfängliche Mäuse führte zu weiteren Prionenerkrankungen, was auf eine begrenzte Vermehrung der Erreger in den Affen und deren Infektiosität nach mehreren Wirtswechseln hindeutet. Diese Ergebnisse stellen frühere Annahmen eines nahezu vollständigen Schutzes von Primaten infrage und mahnen zur Vorsicht, da Infektionen unbemerkt verlaufen und Prionenerkrankungen lange Inkubationszeiten haben können.















