Die kurdische Selbstverwaltung in Nordostsyrien steht nach dem Vormarsch der syrischen Armee vor ihrem formalen Ende, was weitreichende Konsequenzen für die Region und das Projekt Rojava hat. Bereits am 18. Januar wurde die Erinnerung an den Kampf gegen den „Islamischen Staat“ (IS) in der Region gestürzt, was auf die bevorstehende Machtübernahme hindeutete. Ohne Sicherheitsgarantien droht ein offener Krieg, der die Zukunft der kurdischen Autonomie und die Stabilität Syriens maßgeblich beeinflussen könnte. Die Entwicklungen werfen Fragen nach der weiteren politischen und territorialen Gestaltung der Region auf und wie die kurdische Bevölkerung in Zukunft ihren Platz finden wird.