Tagesspiegel Plus Was sagt ein 61-jähriger Polier zur Rentenreform?: „Meine Arbeit ist anstrengend, alles ist mühsamer“ 03.07.2026

Der 61-jährige Polier, der täglich auf dem Bau arbeitet, äußert sich besorgt über das neue Rentenpaket der Bundesregierung. Bisher war es möglich, nach 45 Beitragsjahren mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente zu gehen. Die geplante Reform würde dies jedoch erschweren oder unmöglich machen. Der Polier beschreibt seinen anstrengenden Arbeitsalltag: Er steht um halb sechs auf, ist um sieben auf der Baustelle und arbeitet oft bis nach halb sechs abends. Hinzu kommen lange Anfahrtswege von 50 bis 60 Kilometern. Aktuell arbeitet er an einem 50 Meter hohen Turm für eine Getreidetrocknungsanlage. Die körperliche Belastung sei enorm, alles werde mit zunehmendem Alter mühsamer. Er fühle sich von der Politik im Stich gelassen, da die Reform diejenigen bestrafe, die früh ins Berufsleben eingestiegen sind und hart gearbeitet haben. Der Polier appelliert an die Politik, die besonderen Belastungen von Bauarbeitern anzuerkennen und eine gerechte Lösung zu finden. Er befürchtet, dass viele seiner Kollegen gezwungen sein werden, länger zu arbeiten, obwohl ihre Gesundheit dies nicht zulässt.













