Tagesspiegel Plus „Als herrsche absolute Straflosigkeit“ : Kriegsrückkehrer versetzen russische Städte in Schrecken 21.03.2026

Nach vier Jahren Krieg kehren zunehmend russische Soldaten, darunter auch verurteilte Mörder, in ihre Heimatstädte zurück und versetzen die Zivilbevölkerung in Angst und Schrecken. Eine anonyme Journalistin aus dem Ural berichtet von aggressiven, alkoholisierten Rückkehrern, die sich gewaltsam Zugang zu Wohnungen verschaffen wollen und ein hohes Aggressionspotenzial aufweisen. Diese Entwicklung wird durch die Rekrutierung von verurteilten Gewalttätern durch das russische Verteidigungsministerium und die Auflösung der Wagner-Gruppe verschärft. Das Investigativ-Portal „Wjorstka“ dokumentierte über 1000 Fälle von Angriffen auf Zivilisten durch Kriegsrückkehrer, darunter mindestens 240 Morde. Die Journalistin beklagt eine „absolute Straflosigkeit“ und ein ständiges Gefühl der Unsicherheit, während Politologe Kirill Rogow die Diskrepanz zwischen Kreml-Propaganda und der tatsächlichen Wahrnehmung der Soldaten durch die Bevölkerung hervorhebt.













