Tagesspiegel Plus Als Krankenschwester in Gaza: „In den schlimmsten Zeiten hatten wir auch Kinder mit Kopfschüssen“ 24.05.2026

Die 52-jährige Annekathrin Müller, eine erfahrene OP-Schwester im Dienste des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK), leitete von Oktober 2025 bis März 2026 das Feldkrankenhaus des IKRK in Rafah, Gazastreifen. Während ihres Einsatzes, der auch durch das Deutsche Rote Kreuz mitbetrieben wurde, war sie für die Patientenversorgung, das Personal, die Logistik und die Sicherheit verantwortlich. Sie berichtet von erschütterndem Leid, schwersten Verletzungen durch Schuss- und Explosionswaffen, sowie der Zunahme von chronischen Erkrankungen und hygienischen Problemen aufgrund der Zerstörung der Infrastruktur. Müller beschreibt, wie das Krankenhaus trotz fortwährenden Beschusses und Luftangriffen mit knappen Ressourcen arbeitete und wie sie gezwungen waren, Menschen sterben zu lassen, die in Europa überlebt hätten. Trotz des immensen Traumas und der Hoffnungslosigkeit betont sie die Widerstandsfähigkeit der lokalen Bevölkerung und die Bedeutung, ihre Situation nicht zu vergessen.














