Tagesspiegel Plus Überall nur Krieg und Leid: Können Ostermärsche heute noch etwas ausrichten? 04.04.2026

Angesichts zunehmender globaler Konflikte und steigender Rüstungsausgaben wird die Relevanz von Ostermärschen und der Friedensbewegung neu bewertet. Ursprünglich im Kalten Krieg als Reaktion auf gegenseitige Bedrohungen und die Angst vor atomarer Vernichtung entstanden, bieten sie heute erneut eine Möglichkeit, Ohnmacht zu überwinden und Alternativen zum Krieg zu denken. Aktuelle Bedrohungen wie Russlands Aggression gegen die Ukraine und die Unsicherheit der US-Bündnispolitik erfordern eine kritische Auseinandersetzung mit Rüstungsdebatten und die Stärkung internationaler Friedensorganisationen. Eine Friedensbewegung, die sich ernsthaft mit realen Bedrohungen auseinandersetzt und alternative Diskurse in die Öffentlichkeit trägt, ist daher dringender denn je notwendig.













