Bundesdrogenbeauftragter Hendrik Streeck verbrachte eine Nachtschicht im Kreuzberger Urban-Klinikum, um die Realität der Drogennotfälle aus erster Hand zu erfahren. Dort erlebte er die Herausforderungen, mit denen Ärzte und Pflegepersonal täglich konfrontiert sind, insbesondere bei der Behandlung von Patienten mit Überdosis. Streeck wurde Zeuge der wiederholten Versuche, einen Patienten mit einem Sauerstoffmessgerät zu versorgen, der dieses immer wieder abstreifte, was die Schwierigkeiten im Umgang mit suchtkranken Menschen verdeutlichte. Die Erfahrung offenbarte ihm die Grenzen der medizinischen Möglichkeiten und die tiefe Ohnmacht, die Ärzte angesichts der Komplexität der Suchtproblematik empfinden können.