Die USA haben Anklage gegen den ehemaligen kubanischen Staatschef Raúl Castro erhoben und werfen ihm Mord vor. Diese Anklage sei politisch motiviert und diene dazu, einen Wandel in Kuba zu erzwingen, so die Einschätzung. US-Justizminister Todd Blanche wählte Miami, das Zentrum konservativer Exil-Kubaner, für die Bekanntgabe der Anklage, was dort zu Jubel führte. Castro, heute 94 Jahre alt, soll als ehemaliger Verteidigungsminister für den Abschuss von zwei Cessnas der Organisation „Brothers to the Rescue“ im Jahr 1996 verantwortlich gewesen sein. Dieses Vorgehen der US-Administration unter Präsident Trump erinnert an ihre Strategie gegen Venezuela, wo Staatschef Maduro Anfang des Jahres von US-Spezialeinheiten entführt worden sein soll.