Im Fall einer mutmaßlichen Vergewaltigung in einem Neuköllner Jugendklub sehen sich Stadträtin Sarah Nagel (Linke) und Mitarbeiterinnen des Jugendklubs mit wachsenden Erklärungszwängen konfrontiert. Ein nun aufgetauchtes Dokument stützt den Vorwurf der Vertuschung und der Rücksichtnahme auf die Verdächtigen, die einen Migrationshintergrund haben. Mitarbeiterinnen des Jugendamtes sollen die Einschaltung der Polizei verhindert haben, um eine Marginalisierung und Stigmatisierung der arabischstämmigen Jugendlichen zu vermeiden. Stadträtin Nagel hatte Vertuschungsvorwürfe bisher zurückgewiesen, jedoch Fehler eingeräumt, darunter verspätete Information, fehlende strukturierte Fallführung und die Nichtbeachtung von Kinderschutzleitfäden.