Finnland, das Jahr für Jahr im "World Happiness Report" zum glücklichsten Land der Welt gekürt wird und dessen Außenministerium im April die PR-Strategie „Making happiness happen“ vorstellte, um ein gutes Leben zu ermöglichen, sieht sich mit einem düsteren Paradox konfrontiert: Ausgerechnet hier sterben überdurchschnittlich viele Menschen an Drogen, was das Image des Landes erheblich trübt. Für Zehntausende Finnen klingt die offizielle Darstellung eines erfüllten Lebens angesichts ihrer täglichen Realität, die oft von Sucht und Verzweiflung geprägt ist und nicht selten tödlich endet, wie blanker Hohn.