Tagesspiegel Plus Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel: Der Mann, den Donald Trump jetzt loswerden will 17.03.2026

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, Kuba "in irgendeiner Form zu übernehmen", und die US-Regierung verhandelt derzeit mit der kubanischen Regierung über die Absetzung von Präsident Miguel Díaz-Canel. Diese Verhandlungen finden vor dem Hintergrund einer tiefen Krise auf Kuba statt, die durch US-amerikanische Bemühungen zur Unterbindung von Öllieferungen verschärft wurde. Beobachter zufolge hat Díaz-Canel, der 2018 zum Präsidenten ernannt wurde und als erster Regierungschef nicht an der Revolution beteiligt war, wenig tatsächliche Macht; die reale Autorität liegt weiterhin bei dem 94-jährigen Revolutionsführer Raúl Castro und seiner Familie, die wichtige Wirtschaftszweige kontrollieren. Die US-Regierung strebt offenbar einen wirtschaftlichen Umbau Kubas an und sieht in den Nachfahren der Castros die notwendigen Verhandlungspartner, um dies zu erreichen, während die Bevölkerung unter regelmäßigen Stromausfällen und Protesten leidet.













