Der Friedens- und Sicherheitsforscher Philipp Rotmann vom Global Public Policy Institute (GPPi) argumentiert, dass die aktuelle Aufrüstung westlicher Staaten zwar notwendig sei, aber ein Ungleichgewicht zwischen Militärausgaben und Mitteln für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe drohe. Er betont, dass Kürzungen bei der Entwicklungshilfe die Widerstandsfähigkeit gegen nichtmilitärische Bedrohungen schwächen und Deutschland dadurch verwundbarer machen. Rotmann zufolge sind Waffen allein nicht ausreichend, um Sicherheit zu gewährleisten, wenn gleichzeitig in die Stärkung von Infrastrukturen und zivilen Kapazitäten investiert werden müsste, da diese für die Aufrechterhaltung essenzieller Systeme wie Stromnetze unerlässlich sind.