Tagesspiegel Plus Wie gefährlich ist die Terrormiliz IS?: „Amerikas Wille lässt nach, den ‚Islamischen Staat‘ zu bekämpfen“ 12.03.2026

Der Terrorismusforscher Thomas Renard warnt, dass der Islamische Staat (IS) nach dem Machtwechsel in Syrien und dem angekündigten US-Truppenabzug wieder an Stärke gewinnt. Er erklärt, dass die Welt durch den Fokus auf den Iran von der Bedrohung durch den IS abgelenkt wird, während der Iran Verbindungen zu terroristischen Organisationen nutzen könnte, um den IS zu unterstützen. Die Freilassung von bis zu 1500 Dschihadisten aus syrischen Gefängnissen und das Schließen des Lagers Al-Hol stärken die Miliz erheblich und könnten zu erneuter Gewalt führen. Renard betont, dass das Signal des US-Abzugs die Propaganda des IS befeuert und die kurdischen Kräfte, die den IS am besten kennen, schwächt. Die syrische Armee könnte zudem vom IS unterwandert werden, und die Verlegung von IS-Kämpfern in den Irak birgt erhebliche Risiken aufgrund überfüllter Gefängnisse und mangelnder Deradikalisierungsprogramme. Die Gefahr von Anschlägen in Europa steigt, insbesondere durch junge Einzeltäter, die online radikalisiert werden, wobei die EU die Plattformen zu wenig zur Bekämpfung von Online-Radikalisierung verpflichtet.













