Tarifstreit im öffentlichen Dienst Warnstreiks und erste Kompromisssignale 10.02.2026

Vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst der Länder haben sich Tausende Beschäftigte in zahlreichen deutschen Städten an Warnstreiks beteiligt, darunter in Düsseldorf (ca. 16.000 Teilnehmer), Hamburg (ca. 4.500 Teilnehmer) und Hannover (ca. 1.700 Teilnehmer). Die Streiks betrafen Bereiche wie Schulen, Unikliniken, Polizei und Landesämter, was in einigen Regionen wie Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen zu zeitweisen Sperrungen von Tunneln und Brücken führte. Die Gewerkschaften fordern eine Erhöhung der Entgelte um sieben Prozent, mindestens 300 Euro mehr pro Monat, sowie einen zusätzlichen freien Tag für Auszubildende, Studenten und Praktikanten, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber schlagen eine Erhöhung über drei Schritte in den Haushaltsjahren 2026-2028 mit einer Laufzeit von 29 Monaten vor, die leicht über der Inflationserwartung liegen soll. Die Verhandlungen werden am Mittwoch in Potsdam fortgesetzt, wobei die Gewerkschaftsvertreter die Angebote der Arbeitgeber als unzureichend kritisieren, aber auch Kompromissbereitschaft signalisieren.













