Teheran gleicht einer Geisterstadt, da die Einwohner aus Angst vor weiteren Luftangriffen der USA und Israels das Haus kaum verlassen. Seit Samstag haben diese Angriffe Hunderte Iraner getötet, und die Straßen sind weitgehend menschenleer, abgesehen von Kontrollpunkten der Revolutionsgarden. Telefonische Befragungen durch Reuters ergaben keine Hinweise auf aktuelle oder bevorstehende Proteste gegen das Regime. Stromausfälle und unterbrochene Wasserversorgung verschärfen die Angst, während die Bevölkerung sich vor Einbrüchen fürchtet. Besonders betroffen sind die Innenstadtviertel mit Regierungsgebäuden, wo auch Privatwohnungen von Sicherheitskräften angegriffen wurden. Ein Aufruf zur Evakuierung eines Senders erreichte wegen Internetblockaden nur wenige. Die Angst vor zivilen Opfern wächst, insbesondere nach einem Angriff auf eine Mädchenschule im Südiran, bei dem angeblich 150 Menschen starben. Der Iran beziffert die Gesamtzahl der Toten auf 787.