Die Europäische Union plant, die Genehmigungsverfahren für Verteidigungsprojekte erheblich zu beschleunigen, um angesichts wachsender Bedrohungen, insbesondere durch Russland, schneller aufzurüsten. Ein neuer Mechanismus sieht eine Höchstdauer von 102 Arbeitstagen für Genehmigungen vor. Scheitert die Behörde an einer fristgerechten Entscheidung, gilt der Antrag als stillschweigend angenommen. Diese Regelung, die den Verwaltungsaufwand reduzieren und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit erleichtern soll, wurde von Vertretern des Europaparlaments und der Mitgliedstaaten nach einem Vorschlag der EU-Kommission aus dem Juni 2023 erzielt. Ausnahmen sind nur bei schweren Risiken möglich. Die Einigung muss noch vom Rat und dem Parlament bestätigt werden, was jedoch als Formalie gilt.