Angesichts erheblicher Defizite in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) fordert Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger ein "Ausgabenmoratorium", um den Anstieg der Beiträge zu stoppen und die Kosten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu begrenzen. Gesundheitsministerin Nina Warken hat eine Kommission eingesetzt, deren Bericht zur Stabilisierung der GKV-Beitragssätze am Montag an die Bundesregierung übergeben wird. Dulger kritisiert die europäisch teuerste Gesundheitsversorgung ohne entsprechende Qualität und fordert den Abbau von Überkapazitäten, Effizienzanreize sowie die Finanzierung von Bürgergeldempfängerbeiträgen aus Steuermitteln statt Sozialbeiträgen, was ein jährliches Defizit von rund zehn Milliarden Euro verursacht. Der Sozialverband VdK warnt vor Leistungskürzungen und lehnt die Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern ab, da dies vor allem Frauen und Familien mit kleinen Einkommen belasten würde.