Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat per Dekret eine Preisobergrenze für Diesel und Superbenzin eingeführt, die ab Mitternacht in Kraft tritt und die Preise bei umgerechnet 1,56 Euro für Diesel und 1,51 Euro für Superbenzin stoppt. Diese Maßnahme erinnert an einen ähnlichen Versuch im Herbst 2021, als Orban die Spritpreise bei etwa 1,20 Euro deckelte. Anfangs dämpfte dies die Inflation, führte aber zu einem Anstieg des Verbrauchs, Verlusten bei Tankstellenbetreibern und einer Verschärfung der Inflation in anderen Sektoren. Die Situation eskalierte bis Ende 2022, als die Kraftstoffversorgung kritisch wurde und der staatliche Ölkonzern MOL massive Verluste verzeichnete, was zur Aufhebung des Preisdeckels am 6. Dezember 2022 führte, woraufhin die Preise stark anstiegen und die Inflation kurzzeitig weiter zunahm.