Thomas Schmid wegen Amtsmissbrauchs angezeigt 15.06.2026

Gegen den Kronzeugen Thomas Schmid wurde eine neue, anonyme Anzeige wegen Amtsmissbrauchs eingereicht, was zu einem komplexen Zuständigkeitskonflikt innerhalb der Justiz führte. Der Vorwurf bezieht sich auf mögliche politische Interventionen in Freistadt während Schmids Zeit als Finanz-Generalsekretär, was im Kontext des Postenschacher-Prozesses gegen August Wöginger in Linz aufkam. Parallel dazu ermittelt die Justiz bereits wegen Falschaussagen, nachdem Ex-Kanzler Sebastian Kurz Anzeige erstattet hatte. Aufgrund der Strafprozessordnung, nach der das „höherrangige“ Verfahren (Amtsmissbrauch vor einem Schöffensenat) Vorrang hat, wurde der gesamte Akt schließlich an die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) übergeben. Sprecher Martin Ortner bestätigte, dass die WKStA die Amtsmissbrauchs-Anzeige aufgrund des besonderen öffentlichen Interesses zur Prüfung übernommen hat und nun auch die Zuständigkeit für die Falschaussage-Verfahren prüft.














