Im Tierschutzfall Ramiswil, bei dem 122 Hunde eingeschläfert wurden, zeigt eine externe Untersuchung, dass nicht alle Tiere hätten getötet werden müssen. Der Großteil der Hunde war jedoch nur schwer vermittelbar, da es sich um Herdenschutzhunde handelte, die weder sozialisiert noch artgerecht gehalten worden waren. Felix Hahn, Leiter der Fachstelle Herdenschutz bei Agridea, erklärt, dass diese Hunde ein misstrauisches Grundwesen haben, das über Jahrtausende für den Herdenschutz herausgezüchtet wurde. Dies macht sie als Familienhunde ungeeignet, da sie alles, was nicht zu ihrer Herde gehört, misstrauisch beäugen.